Namibia
aktualisiert: Juli 2010
Vor der Abreise Photo-Safari durch die Etosha-Pfanne, mit dem Jeep durch die Namib-Wüste, Diamanten in Lüderitz, deutsche Namen in Swakopmund, - das und sehr viel mehr ist Namibia, das ehemalige Deutsch-Südwestafrika.
Irgendwo in der Namib
Anbieter für solche geführten Reisen gibt´s viele. Wir waren mit TUI unterwegs. Genauso gehts mit Meiers Weltreisen, DERtours, Berge und Meer... Die Preise unterscheiden sich, die Leistungen nicht wesentlich. Die beste Reisezeit ist übrigens unser Sommer, so Juni bis in den Oktober hinein. Aber - im Grunde geht's immer, nur das eine oder andere Ziel ist je nach Klima nicht oder nicht optimal bereisbar. Namibia ist kein Ziel für Low-Budget-Reisende. Die Unterkünfte und alle Leistungen für Touristen sind sehr teuer. Für Leute, die Südafrika bereist haben - die Preise sind in etwa doppelt so hoch wie in der RSA, die Leistungen sind dafür eher bescheiden.
Hinfliegen kann man u.a. mit der LTU oder der Air Namibia (für Individualreisende günstiger). Neben diesen Direkt-, bzw. Non-Stop-Flügen gibt es eine Reihe von Flügen, die über Südafrika, meist über Johannesburg, nach Namibia gehen. Angeboten werden diese Flüge z.B. von der Südafrikanischen Airline SAA, aber auch von British Airways. Zu empfehlen, wenn Ihr Namibia mit Südafrika kombinieren wollt, das geht aber auch sehr gut mit der Air Namibia, die weiter nach Kapstadt und Johannesburg fliegt. Die Landung in Windhoek ist wegen der Luftströmungen meist ziemlich ungemütlich, also - festschnallen und Tüte vor's Gesicht. Und spätestens, wenn Ihr nach langem Warten an einem der Einreiseschalter steht, werdet Ihr merken, daß Namibia mal eine deutsche Kolonie war. Die Deutschen sind zwar schon lange weg, aber die Bürokratie ist immer noch dort.
Altes Amtsgericht in Swakopmund Auto fahren:
Abgesehen davon, sobald es dunkel wird, solltet Ihr vielleicht besser Euer Quartier erreicht haben. Es muß nicht, könnte aber sonst unter Umständen gefährlich werden. Und sei es nur, daß Ihr Euch im Nirgendwo völlig verfranzt. Bargeld: Den ersten Geldwechsel solltet Ihr entweder direkt am Flughafen machen (es sei denn, Ihr kommt aus Südafrika und habt noch genügend Rand dabei, der Rand gilt nämlich hier genauso wie der Namibia-Dollar (Kurs 1 zu 1), oder in Windhoek an der Bank oder im Hotel oder am Automaten. Automaten werdet Ihr im Lande relativ selten finden, natürlich in den wenigen größeren Orten, aber wohl kaum auf einer Farm am Rande der Namib-Wüste. Deshalb - fast wichtiger als auf den supergünstigen Umtauschkurs warten, ist, überhaupt irgendwo Geld zu tauschen.
Essen und Trinken Das Leitungswasser kann man trinken und essen kann man auch alles. Probiert mal Kudu-Steak und Zebra-Roulade. Nein, es ist nicht extra für Euch, wenn´s Schweinebraten mit Klößen gibt. Schließlich sind wir in ehemals Deutsch-Südwest. Und deutscher als hier schmeckts nirgendwo mehr. Kann allerdings sein, daß das, was Ihr für Schweine- oder Rinderbraten haltet, in Wirklichkeit ein ganz anderes Tier ist, Springböcke zum Beispiel sind nicht nur niedlich, sie schmecken auch ausgezeichnet. Und Straußensteaks sind, weil cholesterinfrei, ja auch noch gesund. Das Bier ist ausgezeichnet und nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut, jedenfalls das Windhuk Lager (und dann gibt es auch noch ein sehr gutes Bier aus Swakopmund, leider haben wir den Namen vergessen, aber - Ihr werdet es ganz sicher finden).
Giraffe in der Etosha-Pfanne Unterwegs Egal, ob Ihr mit dem Leihwagen, dem Wohnmobil oder dem Gruppenreisebus unterwegs seid, Ihr solltet Euch in jedem Fall niemals ohne ausreichenden Getränkevorrat auf den Weg machen. Nutzt die Gelegenheit, wenn Ihr irgendwo Wasser kaufen könnt. Und - es ist auch nicht unbedingt ein Fehler, ein paar Nahrungsmittel (Schokolade, Kekse ...) mitzunehmen. Warum das Ganze ? Erstens - Ihr werdet nicht an jeder Ecke ein Restaurant oder einen Shop finden, zweitens - es ist ziemlich ärgerlich, mit einer Panne irgendwo in der Namib-Wüste liegen zu bleiben und dann weder Wasser noch Essen zu haben. Natürlich kommt der Ersatzbus, nur nicht in einer Stunde, eher wohl in einem Tag. Bei einer Reise mit dem Auto ist ja wohl klar, daß Ihr ausreichend Benzin tankt und auch genug Reserve bei Euch führt. Auch hier ist es mitunter ein paar hundert Kilometer bis zur nächsten Tankstelle.
Schuhe kaufen Wenn Ihr in Swakopmund seid, vergeßt nicht, einmal die Schuhe aus Kudu- oder Robbenleder anzuprobieren. Und die passenden Exemplare zu kaufen. Diese Schuhe sind hervorragend nicht nur in der Wüste, sondern überall auf der Welt zu tragen. Im Sommer bleiben die Füße kühl und im Winter warm. Und, wenn Ihr verpasst, sie in Swakopmund zu kaufen, werden Ihr sie wahrscheinlich nirgendwo auf der Welt noch einmal finden.
Nach der Rundreise Es ist eine gute Idee, im Anschluß an die Rundreise noch ein paar Tage auf einer Gästefarm zu relaxen, sonst kommt Ihr doch ziemlich kaputt wieder zuhause an.
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