Paris ist alles, was Du willst ...
aktualisiert März 2009
Verwinkelte Gassen, grandiose Boulevards, Hinterhöfe, Monumente, exklusive Restaurants und heruntergekommene Kneipen, Opernhäuser und Kellertheater, Bürger, Künstler, Obdachlose - Glanz und Elend einer Weltmetropole - Paris ist alles, was Du willst. Das besondere Flair dieser Stadt erfährt nur, wer sich Zeit nimmt, das Leben auf den Straßen und Plätzen, in den Cafes und auf den Märkten zu beobachten. Rund 20 Millionen Touristen versuchen jedes Jahr, das Besondere an Paris zu entdecken. Paris ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ziel. Außer vielleicht in den Sommerferien, da sind die Pariser alle am Meer, viele Restaurants und Geschäfte geschlossen oder auf Sparflamme und man trifft fast nur andere Touristen..
Notre Dame
Oder man fliegt. Mit Air France oder Lufthansa für knapp unter 100 Euro hin- und zurück (wenn es, was relativ häufig passiert, entsprechende Angebote gibt). Mit Air Berlin nach Orly ab 29 Euro je Strecke. Oder mit Easyjet, wenn´s denn unbedingt sein muß (auf die Extrakosten achten!). Vom Flughafen (CDG oder Orly) gelangt man mit der RER in kurzer Zeit zum Gare du Nord, das Tagesticket Paris Visite für 18,40 Euro gilt für die Fahrt von und zum Airport und für alle Fahrten innerhalb Paris einschl. nach Versailles und Disneyworld mit Metro (auch die Kabelbahn an Sacre Coeur, Bus und RER. Ansonsten - Paris erkunden geht ganz einfach mit der Metro. Man kauft ein Carnet (10 Tickets) oder ein Paris Visite für die Innenstadt und streift durch die Pariser Unterwelt. Es ist nirgendwo auf der Welt einfacher, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, als hier. Kleiner Tipp: wenn's eilig ist, zwischen den Hauptstationen kann man auch die RER, den Regionalexpress, nehmen. Die Metro-Tickets gelten innerhalb der Innenstadt auch für diesen Zug. Oder mit dem Linienbus vom Gare du Nord zum Eiffelturm - eine spottbillige Stadtrundfahrt, die fast alles Sehenswerte streift..
In den Katakomben Restaurants sind, wie überall in Frankreich, gut teuer. Um den Eiffelturm herum, Boulevard Garibaldi und Nebenstraßen - also zwischen den Metro-Stationen Bir Hakaim und Pasteur, finden sich eine Reihe relativ preiswerter kleiner Restaurants mit Menus aus aller Herren Länder. Wenige Touristen und viele Franzosen essen hier. Aber auch in St.Michel kann man fündig werden, wenn man sich nicht gerade von den Türstehern in ein überteuertes Lokal lotsen lässt. Überhaupt ist die Gegend um den Place du Trocadero, Avenue Kleber, Palais de Chaillot und von da Richtung Birk Hakaim, weiter nach Montparnasse relativ touristenarm und deshalb etwas gemütlicher als Montmartre und ruhiger als St. Michel
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Die Hotels in Paris haben mitunter einen zweifelhaften Ruf, zu kleine Zimmer, zu dreckig, zu teuer ... Aber - es gibt ja holidaycheck und zum Buchen hrs.com oder venere.com (beide auch mit Bewertungen), da lässt sich immer etwas vernünftiges in jeder Preisklasse finden. Wir wohnen gern in der Gegend um den Eiffelturm. Dort gibts einige kleinere, gemütliche Hotels, die man, außer im tiefsten Winter, am besten bereits von Deutschland aus bucht. Auch um La Defense herum und in Clichy gibt es preiswerte, ordentliche Hotels und - die Entfernung zur City spielt nicht wirklich eine Rolle, in knapp 10 Minuten seid Ihr mit der Metro im Zentrum und die Hotels sind meist nur wenige Meter von der Metrostation entfernt. Einen wunderschönen Blick über ganz Paris hat man, vor allem gegen Abend, vom - ansonsten ziemlich häßliche - Tour Mairne-Montparnasse, nur 100 m kürzer als der Eiffelturm. Am Place de Resistance (Metro-Station Alma Marceau) befindet sich der Eingang in die Pariser Kanalisation - lohnt sich, stinkt aber auch ordentlich. 6 Millionen menschliche Skelette sieht man in den Katakomben (Metro Denfert-Rochereau) - schauerlich, aber wirklich beeindruckend. Einen Besuch wert ist der berühmte Friedhof Cimetière du Père Lachaise (Metro-Station Gambetta), auf dem u.a. Chopin, Molière und Edith Piaf begraben sind.
Blick auf den Eiffelturm Eine Bootsfahrt auf der Seine muß sein, am besten beginnt Ihr die am Eiffelturm, von dort geht es bis Notre Dame und wieder retour. Oder Ihr kauft ein Tagesticket und könnt den ganzen Tag die Seine rauf- und runterschippern und überall aussteigen, wo es Euch gefällt (und wo das Schiff hält natürlich...). Ein Ausflug nach Disneyland lohnt eigentlich nur mit kleinen Kindern - vielleicht sind wir aber auch von Disneyworld in Orlando verwöhnt und deshalb nicht mehr ganz objektiv. Pere Lachaise ist der Ort, an dem Ihr Balzac, Chopin, Rossini, aber auch Simone Signoret, Marie Trintignant, Edith Piaf, Imre Nagy, Gilbert Becaud und natürlich den guten alten Jim Morrison trefft. Beziehungsweise, das, was von ihnen übrig geblieben ist. Den berühmten Friedhof erreicht Ihr mit der Metro, Station Pere Lachaise. In unmittelbarer Nähe der Metro-Endstation Porte de Clignancourt findet Ihr am Wochenende den Trödelmarkt. Dort gibt es die Sachen, die Ihr bei ebay vergeblich gesucht habt ... Wenn Ihr am Montmartre seid und zu Sacre Coeur rauf wollt - falls Ihr nicht laufen möchtet, da geht eine Kabelbahn der Metro nach oben (und auch wieder runter). Empfiehlt sich besonders, wenn Ihr erstens gehfaul und zweitens im Besitz einer Tageskarte seid. Und natürlich müsst Ihr rauf nach Sacre Coeur. Hier ist immer was los, ausser es regnet in Strömen. Vorsicht - die Restaurants sind nicht nur teuer, sie sind auch ziemlich schlecht. In den Nebenstraßen am Montmartre läßt sich da schon eher etwas günstigeres und besseres finden. Die Strassencafes sind oft recht gemütlich, aber leider oft auch sehr teuer. Da sind 4 Euro für eine kleine Flasche Mineralwasser garnichts. Wenn Ihr also nur durstig seid - Getränke an den Kiosken sind erheblich preiswerter und eine Sitzgelegenheit findet sich immer.
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